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IAT feierte 25jähriges

Ein Sommerfest zum Jubiläum mit langjährigen Wegbegleitern, Freunden und Nachbarn

Pressemitteilung vom 01.09.2014
Redaktion: Claudia Braczko

Das Institut Arbeit und Technik (IAT) blickt auf ein Vierteljahrhundert Forschung für den Strukturwandel zurück – im Ruhrgebiet, in Deutschland, international: 25 Jahre als Wissens- und Konzeptlieferant für Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. Kein Grund selbstgefällig zu werden, aber ein guter Anlass, dieses Jubiläum bei einem Sommerfest im Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit langjährigen Wegbegleitern, Freunden und Nachbarn zu feiern.

IAT-Direktor Prof. Dr. Josef Hilbert konnte zu der Feier am 13. August über 150 Gäste begrüßen, darunter nicht nur viele bekannte Gesichter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung – wie etwa die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Forschenden Arzneimittelindustrie und ehemalige NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer – sondern Prof. Dr. Michael Brodmann, den Vizepräsidenten Forschung und Entwicklung der Westfälischen Hochschule sowie den langjährigen Leiter des IAT, Prof. Dr. Franz Lehner.

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Sommerfest in der Arkade des Wissenschaftsparks

Prof. Dr. Josef Hilbert. Fotos: IAT

Prof. Brodmann überbrachte die Glückwünsche der Westfälischen Hochschule. Seit sieben Jahren arbeitet das Institut unter dem Dach dieser Fachhochschule, hat sich gut integriert und in pragmatischer Kooperation auch manche Anstöße für die Hochschule gegeben. Die verschiedenen Fachrichtungen unter dem Dach der WH stärker zusammenzubringen und die interdisziplinäre Forschung voranzutreiben, dazu hat auch Engagement aus dem IAT beigetragen, wie beispielsweise die Gründung des Westfälischen Instituts für Gesundheit (WIGE) zeigt, das für einen in der Gesundheitsforschung wegweisenden Ansatz der transdisziplinären Zusammenarbeit steht.

Vor über 25 Jahren wurde das IAT als nachgeordnete Landesbehörde, als Teil des Wissenschaftszentrums NRW gegründet – zunächst im Zuständigkeitsbereich des Arbeitsministeriums, später der Staatskanzlei und dann des Wissenschaftsministeriums. 2007 erfolgte die Eingliederung in die Hochschullandschaft und das Institut wurde aufgeteilt und an zwei Hochschulen angebunden: Seitdem gibt es das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Bosch und das IAT der Fachhochschule, heute Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen. Das IAT stützt sich des Weiteren auf einen Kooperationsvertrag mit der Ruhr-Universität Bochum, der insbesondere die enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit der sozialwissenschaftlichen und der medizinischen Fakultät sichert. Das IAT hat drei Forschungsschwerpunkte: „Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität“, „Innovation, Raum & Kultur“ sowie den neuen Schwerpunkt „Raumkapital“. Ferner existieren die Studiengruppen „Lebenslanges Lernen“ und „CultNature“.

Die Forschungsinhalte des IAT erfuhren in den vergangenen 25 Jahren unterschiedliche Schwerpunktsetzungen. Von Anfang an und bis heute ging es immer um die Aufwertung qualifizierter Arbeit als Basis und Motor für soziale und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Bei Suchfeldern für zukunftsfähige Wirtschaftsbereiche und neue Beschäftigung hat sich das Institut in den Bereichen Gesundheit, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Bildung gut positioniert. Gerade auch bei Fragen zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft konnte das IAT fachliche Impulse für die Suche nach besseren Versorgungsstrukturen, guten Arbeitsplätzen und wirtschaftlich tragfähigen Anbieterstrukturen geben. Wichtiges Grundlagenthema des IAT war und ist die Suche nach Verbesserungen bei der Innovationsfähigkeit von Unternehmen, Branchen und Regionen; hier ging es nicht nur um Technologie- und Strukturpolitik, sondern auch um soziale Innovationen und um die Art und Weise, wie Unternehmen zusammenarbeiten und ihre wechselseitigen Synergiepotentiale heben – ein Ansatz, der sich in der modernen Wirtschaftsförderung mehr und mehr durchsetzt.

Neue IAT-Aktivitäten befassen sich mit Themen wie Stadtentwicklung, Montanflächen, Erneuerbare Energien oder auch neue Finanzierungswege für die Unternehmensentwicklung oder für Gründungen. Das spiegelt sich auch in organisatorischen Änderungen: Neu gegründet wurde der Forschungsschwerpunkt „Raumkapital“, geleitet von Dr. Stefan Gärtner. Hier ist auch die Studiengruppe von Dr. Michael Krüger-Charlé angesiedelt, die sich mit dem Thema „Stadtentwicklung und Energiewende“ befasst.

Hilbert dankte abschließend den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IAT, „dass sie hier so engagiert, kontrovers, streitwütig, aber immer kreativ und konstruktiv mitmachen. Das ist für die Leitung nicht immer einfach – aber unerlässlich!“. Dank ging auch an jene, die über Jahre mit dem Institut zusammengearbeitet haben, als Auftraggeber, Projektpartner, Ratgeber oder wohlwollende Kritiker. „Wir haben immer vom Austausch mit der Umwelt profitiert. Bitte helfen Sie uns dabei, dass dies so bleibt!“

Prof. Dr. Michael Brodmann, Vizepräsident Forschung und Entwicklung der Westfälischen Hochschule.

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Staffelübergabe: Dr. Stefan Gärtner und Dr. Michael Krüger-Charlé.

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