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Distanzierfähigkeit als arbeitsorganisatorische Kapazität zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von Pflegekräften im Krankenhaus / DAKA

Ziel und Aufgabenstellung

Im Rahmen des Projektes werden betriebliche Gestaltungsfelder für Gesundheitsförderung in der Krankenpflege analysiert. Es geht um die Fragestellung in wie weit arbeitsorganisatorische Kapazitäten zur Förderung individueller Distanzierfähigkeit erschlossen werden können. Im Bezug auf die Beschäftigten wird die These aufgestellt, dass Pflegekräfte ein starkes Berufsideal und eine ausgeprägte Verausgabungsneigung aufweisen (Individualebene) und ihre Gesundheit durch ein sensibles Arbeitssystem (betriebliche Ebene) positiv beeinflusst werden kann. Dies bedeutet, dass sensible Arbeitssysteme, welche die berufsfachlichen Interessen und Kompetenzen der Beschäftigten einbinden und gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten bieten, als Puffer wirken und die Arbeitsbelastung senken können.

Die Förderphase dient somit der Erstellung einer Status Quo Analyse aktueller Präventionsmaßnahmen mit dem Fokus auf psychische Belastungen und der Konzeptionierung geeigneter Messinstrumente zur Erfassung des zukünftigen Präventionsbedarfes aus Sicht der Mitarbeitenden. Das Forschungsvorhaben zielt auf die Exploration von Parametern für organisatorische Distanzierfähigkeit und die Hypothesenbildung zu folgenden Fragestellungen:

1. Welchen Stellenwert hat das Interesse der Beschäftigten bei dem Angebot und der Nutzung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern?

2. In wie weit werden berufsbezogene Angebote der Verhältnisprävention in Krankenhäusern angeboten?

3. Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz und den Erfolg von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern?

4. Gibt es berufsspezifische Unterschiede bei den Bedürfnissen und Erwartungen von Beschäftigten an Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung?

Vorgehen

Um sich diesen Fragestellung explorativ anzunähern, wird mit einem dreistufigen Verfahren gearbeitet:

1. Inhaltsanalyse: selektive Bestandaufnahme von Aktivitäten der Gesundheitsförderung in Krankenhäusern. Erhebung des Angebotes und der Hemmnisse.

2. Quantitative Befragung: Onlinebefragung von Betriebsärzten zu Aktivitäten der Gesundheitsförderung in Krankenhäusern.

2. Quantitative Datenanalyse: Analyse des Angebotes und der Teilnahme an BGM-Aktivitäten von Personen nach Beruf und Branche.

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