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Unabhängige Lebensführung im demografischen Wandel - Ein Ländervergleich Deutschland - Südkorea / VergleichDeutschlandKorea

Ziel und Aufgabenstellung

Produkte und Dienstleistungen, die den Erhalt der Selbstständigkeit von älteren Menschen in der eigenen Wohnung fördern, werden aufgrund der demografischen Entwicklung sowohl in Deutschland als auch in Korea in den nächsten Jahren einen deutlichen Bedeutungsgewinn erfahren. Gerade bei der Zielgruppe der älteren Menschen stoßen Produkte aus dem Bereich des Ambient Assisted Living (AAL) vielfach nicht auf breite Akzeptanz: Mangelnde Technikerfahrung und zu hoher Preis auf der einen Seite und mangelnde Information über die Bedürfnisse der Zielgruppe auf der Seite der Anbieter sind typische Hemmnisse und Barrieren. Des Weiteren kann der Einsatz von Technik die sozialen Kontakte nicht ersetzen, vielmehr müssen soziale Dienste und technische Innovationen sich ergänzen. Können diese Barrieren abgebaut werden, bietet AAL gute Chancen und Möglichkeiten, marktfähige Produkte in Kombination mit Dienstleistungen zu entwickeln, die dazu beitragen, die Lebensqualität der älteren Menschen zu verbessern. Ziel dieses Projektes war es, zusammen mit dem Fraunhofer ISST und der Kyungnam Universität die Potenziale transparenter zu machen und auf gemeinsamen Workshops die Erfahrungen der beiden Länder auszutauschen.

Vorgehen

Es haben zwei themenbezogene Workshops stattgefunden. Der erste Workshop hat im Dezember in Deutschland am IAT und am ISST stattgefunden. Der zweite Workshop hat in Südkorea an der Kyungnam Universität stattgefunden. Sie dienten dazu, den Länderaustausch in mehrfacher Weise zu fördern:

  1. Es wurden Chancen für deutsche Unternehmen auf dem koreanischen Markt der AAL-Technologie ausgelotet.
  2. Einerseits wurden Erfolgsfaktoren in Korea identifiziert und auf Übertragbarkeit überprüft. Ein besonderer Schwerpunkt wurde in diesem Zusammenhang auf die Technikaffinität gesetzt.
  3. Andererseits wurden Hemmnisse und Barrieren beider Länder aufgedeckt und nach gemeinsamen Lösungen gesucht.
  4. Unternehmen beider Länder wurden zusammengebracht.
  5. Es wurden Pläne für zukünftige gemeinsame Projekte konkretisiert.

 Nach Ablauf des Projektes erfolgt weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit unseren koreanischen Partner, sowohl im Projektkontext wie auch bei gemeinsamen Publikationen und Veranstaltungen.

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