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Verbundprojekt: Internationalisierung von Gesundheitsdienstleistungen - Patientenimport und Serviceexport, Teilvorhaben Konzeptentwicklung und Pilotierung internationaler Gesundheitsdienstleistungen / Health Care

Ziel und Aufgabenstellung

Die Internationalisierung von Gesundheitsdienstleistungen bildet eine zentrale Voraussetzung für den Erhalt von Führungspositionen im Gesundheitssektor. Dies gilt für Medizintechnik- und Zulieferunternehmen ebenso wie für Gesundheitseinrichtungen. Daher hat das Projekt internationale Gesundheitsnetzwerke entwickelt, die interntionale Patienten-, Personal- und Warenströme organisieren.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und in Kooperation mit dem Sozial und Seniorenwirtschaftszentrum in Gelsenkirchen (www.swz-net.de) sowie der VVA Health Marketing in Essen (www.vva.de) durchgeführt. Dabei erfolgte eine enge Kooperation mit Gesundheitseinrichtungen und Medizintechnikunternehmen, um gemeinsam nachhaltige Internationalisierungsstrategien zu entwickeln und zu implementieren.

Neben dieser Aufgabenstellung erfolgte im Rahmen des Projektes die Koordination der Fokusgruppe Gesundheit des BMBF, in der insgesamt sieben Projekte sich mit der Entwicklung und Internationalisierung von Gesundheitsdienstleistungen beschäftigen. An der Fokusgruppe waren Projekte aus Aachen, Berlin, Bochum, Bremen/Bremerhaven, Gelsenkirchen, München und Potsdamm beteiligt. Zielsetzung der Initiative war, Wege einer nachhaltigen Internationalisierung des Gesundheitssektors zu entwickeln, zu erproben und zu verbreiten.

Vorgehen

Zwischen nationalen Gesundheitsanbietern und Partnern in internationalen Zielregionen wurden Kooperationsnetzwerke aufgebaut, die entlang der gesundheitswirtschaftlichen Wertschöpfungskette umfassende langfristig stabile Austauschbeziehungen zum wechselseitigen Nutzen schaffen. Zu den erprobten Strategien zählen Portalkliniken zur Steuerung von Patientenströmen, der Aufbau internationaler Infrastrukturen im Rahmen von Foreign Direct Investment, die Nutzung von Personalmobilität zur Unterstützung von Internationalisierung sowie die Internationale Verbreitung von Lösungen und Technologien im Rahmen des Innovationsmanagements und der Übertragung und Anpassung von best practice.

Das Vorgehen basierte auf Analysen der Zielmärkte, der Internationalisierungsstrategien und deren Hürden, der Identifizierung geeigneter Akteure und der Erprobung von Lösungen. Das Projekt setzte in Kooperation mit den Partnern gezielt auf die Erforschung, Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Lösungen zur Internationalisierung des Gesundheitssektors.

Schwerpunkte der Arbeit bestanden zunächst insbesondere in der Erschließung der Gesundheitsmärkte in Indien und den GUS-Staaten, die über eine entsprechend hohe Nachfrage verfügen. Auch die Türkei und der Bereich Middle East als Brücken haben eine wichtige Rolle gespielt. Innerhalb Europas steht die Europäische Integration im Mittelpunkt.